Callisto in the Wilderness

Callisto in the Wilderness

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20 responses to “Callisto in the Wilderness”

  1. Ich habe mir das Foto der einsamen Frau, die allein durch einen dichten Nadelwald wandert, jetzt lange angeschaut. Die Szenerie, die von Dämmerlicht geprägt ist, wobei ein schwaches Licht von der rechten Seite durch das Unterholz dringt, ist in ein geheimnisvolles, unscharfes Zwielicht getaucht. Dadurch wird für mich der Eindruck eines Traums oder Alptraums erweckt, in dem Realität und Fantasie miteinander verschmelzen.

    Die Frau trägt eine Bärenmaske, die äußerst realistisch wirkt und eine symbolische Verbindung zu urtümlichen Instinkten, Schutzmechanismen oder verborgenen Aspekten des Selbst herstellen könnte. Das lange weiße Kleid steht im Kontrast zum dunklen, undurchdringlichen Wald und vermittelt eine Aura von Reinheit, Unschuld oder auch Zerbrechlichkeit angesichts der unheimlichen Umgebung.

    In ihrer Einsamkeit und dem Durchqueren des Waldes spiegelt sich möglicherweise eine innere Reise wider – das Streben nach Erkenntnis, das Ringen mit eigenen Schatten oder das Suchen nach einem verborgenen Wahrheitskern. Das verschwommene Bild verstärkt die Unsicherheit und Mehrdeutigkeit dieser Suche: Ist sie auf der Flucht vor etwas? Oder befindet sie sich auf einer tiefen inneren Entdeckungstour?

    Insgesamt evoziert das Bild eine Atmosphäre des Unbekannten und des Übergangs – zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein, zwischen Realität und Traum. Ich denke, der Betrachter, also ich, wird hier eingeladen, über die Symbolik der Maske, die Bedeutung des Waldes als Ort der Transformation sowie die Fragilität menschlicher Identität nachzudenken.

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    • Liebe Rosie,
      vielen Dank für Deine ausführliche Interpretation. Wie der Titel schon sagt, hat mich die Geschichte von Callisto zu dem Bild inspiriert – und Du hat sehr gut herausgearbeitet, was mich an dem Stoff interessiert hat. Das ist dann natürlich auch ein ganz besonderes Kompliment. Vielen Dank dafür!
      Liebe Grüße,
      rabirius

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  2. I had to look up Calisto – not knowing the story. Now, it makes sense, and is really a lovely and touching image of the ancient myth. Why are women always the ones blamed for their own victimization?!

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    • Thank you.
      Well, I don’t think women are always to blame. Especially Greek Myths feature a lot of strong women. Just remember Bia. She is the goddess of power and where all the male gods failed, she was the only one to tie up Prometheus.

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